Mo, Di & Do von 10 - 17 Uhr  |  Fr & Sa von 10 - 13 Uhr

Wien I, Am Hof

155.00

Verfügbarkeit: Vorrätig

Artikelnummer: 200-313 Kategorien: , , Schlagwörter: , , ,

Wien I, Der grose Platz am Hof [sic]

Stahlstich, ca. 1860, 90 x 140 mm.

Empfohlenes Passepartout mindestens 40 mm.

Zur Geschichte:

Stadtwärts war das Areal vermutlich durch Tore zur Bürgerstadt (bei der Irisgasse das spätere Reflertor als Zugang zum Herzogsbad im Bereich der heutigen Neubadgasse, ein anderes in Richtung Stadtzentrum und außerdem beim Heidenschuß). Zum Herzogshof gehörten zwei Kapellen, die (PankrazkapelleAm Hof 3-4, und die Johanneskapelle im Bereich der heutigen Kirche „Zu den neun Chören der Engel“.

Bis spätestens 1280 blieb der „Hof“ Residenz, danach fand er anderweitig Verwendung. Er wurde der landesfürstlichen Münze übergeben, die sich bis dahin im Bereich KammerhofMünzerstraße (1, WildpretmarktBauernmarkt) befunden haben dürfte, sie verblieb Am Hof bis Albrecht III. um 1365 die Beschuhten Karmeliter (deren erst 1360 in der ehemaligen „AugustinerHofstatt“ vor dem Werdertor eingerichtetes Kloster 1364 durch einen Brand zerstört worden war) hierher berief; die „Weißen Brüder zu St. Johann“ errichteten anstelle der Johanneskapelle des Münzhofs 1386-1403 eine Kirche, heute Kirche 1, Am Hof bei 13, „Zu den neun Chören der Engel“).

Im 14. Jahrhundert gab es Waffengewerbe Am Hof, wie Kurdeweaner und Pergamenter. Als 1386 der Münzhof aufgelassen wurde, wurde der Platz für den allgemeinen Verkehr frei. Ab 1340 (Stadtrecht) wird der Hof als Marktplatz (für Bekleidung) erwähnt, ab 1358 als Weinmarkt, Ende 14. Jahrhundert wird er Sitz des Kleidergewerbes und des Kleiderhandels, ab 1404 sind Haubner (Haubenmacher) nachweisbar, ab 1419 Gewandhütten, auch sogenannte Käufel, Joppner und Mäntler kam hinzu, 1418 die Gewändler. Daneben wurden Fische und Krebse verkauft (Krebsenrichter als Kontrollorgane, Schilderung bei Wolfgang Schmeltzl, 1547). Im 15. und 16. Jahrhundert diente der Hof als Richtplatz: Am 15. April 1463 wurde hier Bürgermeister Wolfgang Holzer samt einigen seiner Anhänger auf Befehl Albrechts VI. hingerichtet, am 16. Juni 1595 Ferdinand Graf von Hardegg, dem man vorwarf, den Türken „ohne höchste Not“ die Festung Raab übergeben zu haben, am 21. Oktober 1597 folgten einige Bauernführer und so weiter. Weiterlesen

Quelle: Wien Geschichte Wiki

Medium

Technik